Von den drei verschwundenen Personen in Paracho, Michoacán fehlt den Behörden jede Spur

5. August 2012. Zwei Wochen nach dem Verschwinden der zwei Psychologen Diego Antonio Maldonado Castañeda (34), Ana Belém Sánchez Mayorga (30) und des Koordinators der Parteijugend des Movimiento Ciudadano (MC) Luis Enrique Castañeda Nava (28) vom 21. auf den 22. Juli können die Behörden noch keine Informationen über deren Verbleib geben.

Die drei Personen waren am 18. Juli nach Paracho im mexikanischen Bundesstaat Michoacán gereist, um im Rahmen des jährlichen Internationalen Luftballonfestivals von Cantoya Workshops für Kinder abzuhalten. Sie waren vom Gemeinderat Parachos beauftragt und im Hotel Santa Fe (20 de Noviembre, 60250, Paracho de Verduzco, Michoacán) untergebracht worden. Dort wurden sie in der Nacht vom Samstag, den 21. auf Sonntag, den 22. Juli von einer bewaffneten Gruppe gewaltsam aus ihren Zimmern entführt. Obwohl der Geschäftsführer des Hotels aus Angst nicht über den Vorfall sprach und die Polizei auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches feststellte, wurden Spuren von Gewaltanwendung im Hotel gefunden. Die Mutter von Nava Castañeda äußerte sich folgendermaßen:

„Die Beamten der Staatsanwaltschaft haben uns mitgeteilt, dass es Anzeichen des Widerstandes gab: Schuhabdrücke an den Wänden und Handabdrücke, als hätten sie versucht, sich an die Wände zu klammern, so als ob sie sich widersetzten. Zudem sei eine Treppenstufe während der Ereignisse kaputt gegangen, teilte uns eine der Empfangsdamen mit“.

Das Hotel hatte den Vorfall zunächst nicht der Polizei gemeldet, sondern erst nachdem die Familien nach dem Verbleiben ihrer Kinder fragten. Am Tag nach dem Vorfall wurde das Hotel wegen angeblicher „Wartungsarbeiten“ geschlossen. Die Behörden leiteten die Untersuchungen am Mittwoch, den 25. Juli, ein, vier Tage nach dem Verschwinden. Derzeit fehlen Beweise und es gibt keine weiterreichenden Ermittlungen.

Aníbal Guerra, Leiter des Movimiento Ciudadano, reiste anlässlich des Vorfalls nach Paracho. Da die Nachforschungen der Familienangehörigen für eine angespannte Atmosphäre in Paracho sorgten, mussten die Angehörigen nach Morelia (Hauptstadt des Bundesstaates Michoacán) gebracht werden, wo sie zum zweiten Mal Anzeige erstatteten.

Weder die Staatsanwaltschaft Parachos noch die Morelias haben den Familien der verschwundenen Personen, die sich derzeit an alle möglichen Organisationen wenden, bisher Schutz oder Hilfe angeboten. Sie werden stattdessen gebeten, geduldig zu sein und noch ein bis zwei Wochen abzuwarten. Die Partei Movimiento Ciudadano fordert von der Regierung eine umgehende und vollständige Aufklärung des Verschwindens der noch vermissten Personen.

Wir, die Ersteller dieser Webseite, ein internationales Kollektiv NMV (NoMasVictimas) hoffen auf die Unterstützung und Hilfe unseren Lesern um diesen Fall weltweit bekannt zu machen.

8 comments

  1. Salinas Blanka

    Thanks for your information. We all hope this Young People appear safe…._We are fighting the same cause._

  2. Yopia

    LAs autoridades parecen estar más interesados en buscar pretextos que en buscar personas. Zalapa ha hecho aun más declaraciones que en vez de fomentar respeto a las autoridades por su empeño (aunque fuera falso) en solucionar el caso, lastima y pretende dejar mal la imagen de los chicos. Procuran minimisar el caso y cuidar a los pobladores generando más dudas al respecto de este caso que debiera, por los hechos, ser más fácil de resolver… Si alguien sabe dónde están, la familia sólo busca que les permitan encontrarlos, y que se vea interés en las autoridades pertinentes.
    Vamos México!!!! aun queda esperanza para la paz. que no sea la gente que no tiene nada que ver con los grupos violentos, los que pagan por la falta de apoyo

  3. Bea

    Hola! ¿Como puedo publicar esta noticia en FB? Considero importante difundirla para ejercer presion con las autoridades.

    Gracias.

  4. eddiekrueger

    Para publicarlo en FB debes copiar el URL (la dirección que esta en la parte superior de tu navegador) y pegarla en el mensaje de FB.
    La noticia automáticamente aparecera en FB.

  5. Adrianne Aron

    This is an outrage–a war on psychologists. We must not forget the murder of psychologist Ignacio Martin-Baro in El Salvador Nov. 16, 1989, and the disappearance of psychologist Lovinsky Pierre-Antoine in Haiti on August 12, 2007. Please post additional information as it is learned, and advise further on actions to be taken.
    Adrianne Aron, USA

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