Blutspuren bei der Entführung der drei Personen in Paracho bestätigt

Hotelbesitzer befohlen den Angestellten, den Tatort zu reinigen
Martín Equihua, Berichterstatter

Paracho, 13. September.- Bei der nächtlichen Entführung der drei aus Mexiko-Stadt stammenden jungen Akademiker sind vermutlich ein bis vier Schüsse im Hotel Santa Fe abgegeben worden. Nach der Tat reinigten die Hotelangestellten in Anwesenheit der Hotelbesitzer fast zwei Stunden lang das Blut im Gebäude und löschten dadurch weitere Spuren. Laut Zeugenaussage waren zwei unter den Namen El Güero und El Pájaro (der ’Blonde’ und der ’Vogel’) bekannte Männer in dieser Nacht am Tatort gesehen worden, die drei Wochen nach der Entführung tot aufgefunden wurden. Dies teilte die Leiterin der Opferschutzabteilung der Generalstaatsanwaltschaft (PGJE) Margarita Sánchez Zamora den Eltern der Entführten mit, die gestern eingeladen wurden, um den neuesten Ermittlungsstand zu erfahren.

Die Beamten der Staatsanwaltschaft PGJE bestätigten, dass die jungen Akademiker um ca. vier Uhr morgens in das Hotel zurückgekommen seien, gefolgt von einem maskierten Mann, der sie im Obergeschoß des Hotels eingeholt habe, aus dem die Angestellten Rangeleien und Schüsse gehört haben sollen. Kurz darauf seien weitere Personen gekommen, die scheinbar zu dem maskierten Mann gehörten und mit diesem die drei Akademiker aus Mexiko-Stadt verschleppten.

Zudem seien die Hotelbesitzer, die unmittelbar nach der Tat von einem Rezeptionsangestellten über den Vorfall informiert worden waren, erschienen, hätten Reinigungsarbeiten im Gebäude angeordnet und seien vor Ort geblieben. Sie identifizierten lediglich die erwähnten Personen.

Nach dem Gespräch ließ die Leiterin der Opferschutzabteilung die Eltern der Entführten durch eine Hintertür in den Wagen begleiten, der sie zurück nach Mexiko-Stadt bringen sollte, wodurch der Kontakt mit den Reportern verhindert werden konnte.

Nichtsdestoweniger wies José Manuel Castañeda, der Vater eines der Entführten, in einem Interview mit der Zeitung La Jornada Michoacán auf Unregelmäßigkeiten bei den Untersuchungen hin. Er bat um dringendes Eingreifen des Nationalkomitees für Menschenrechte, um sicherzustellen, dass die Ermittlungen sorgfältig durchgeführt werden.

Kommentare deaktiviert.